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pinus sylvestris 5 |
Waldkiefer, Föhre,
In den ca. ersten zehn Jahren meiner Bonsaileidenschaft befasste ich mich fast ausschliesslich mit Laubbäumen, mal einen Wacholder aber Kiefern waren mir ein Buch mit sieben Siegeln.
Bis ich einen Ort mit zahlreichen Stücken fand, die sich Problemlos ausgraben ließen, was ich auch tat, und die wunderbar durchhielten.
Nun hatte ich einige Exemplare, von denen ich wusste (aus Zeitschriften und Büchern), dass sie sich vorzüglich zur Bonsaigestaltung eigneten nur der Weg dorthin war mir völlig verschlossen.
Meine Frau schenkte mir dann 2002 ein Workshop mit Jürgen Zaar zum Geburtstag.
Ich fuhr ahnungslos dort hin, kannte weder Jürgen noch sonst jemanden dort und hatte diesen Baum dabei.
 Dieser Tag sollte mein späteres Bonsaileben auf den Kopf stellen. Die Gestaltung der Kiefer machte mir eine derartige Freude und die Möglichkeiten welche sich nun nochmal auf einer völlig anderen Ebene für mein Hobby ergaben waren enorm.
Nach Hause kam ich mit diesem Baum, woraufhin meine Frau fragte, ob es bei uns während des Seminars gebrannt hätte:
 Da es Ende April war stand der Baum unmittelbar vor dem Austrieb und explodierte wenige Tage später förmlich.
Ich fand es faszinierend in den Jahren darauf zu sehen mit welcher Geschwindigkeit so eine Kiefer sich "rehabilitiert". Man beachte nur mal unten links den Zweig, der hatte wirklich nur 2 Knospen.
2005 kam er dann in die Schale und sah damals so aus:
 Was dann kam gehört leider zu den dunkleren Kapiteln des Baumes.
Dieses Frühjahr 05 war bei uns extrem nass und kalt. Der gesammte April hatte kaum Temperaturen über 5-7°C.
Leider gingen mir da zwei meiner besten Kiefern, die ich ebenfalls umtopfte ein.
Dieser Baum trieb erst sehr verspätet irgendwann im späten Sommer. Eigentlich hatte ich die Hoffnung für ihn schon aufgegeben.
Doch setzte sich das Trauerspiel die nächsten Jahre fort.
Ich dachte von Jahr zu Jahr, dass er sich doch dieses Jahr erholen wird aber der Austrieb wurde immer spärlicher und jeweils im Herbst starben ganze Äste ab, wurden Nadeln unerklärlich braun.
Irgendwie schien ihm sein Platz in der neuen Schale nicht zu gefallen.
Im Frühjahr 2008 kam der Baum so mickerig aus dem Winter, dass ich dachte: "So kaputt oder so kaputt".
Entgegen der Ratschläge von Bonsaifreunden befreite ich den Baum aus seinem Substrat (Mischung aus Akadama, Bläschiefer und Torf) und setzte ihn in fast reinen Blähton mit ein ganz klein wenig Torfzusatz.
Das sollte der Durchbruch werden. Innerhalb weniger Wochen zeigte der Baum eine kräftige Farbe und einen satten Austrieb.
Bis zum Herbst 2008 hat er sich erstaunlich regeneriert und zahlreiche Knospen aktiviert.
Noch befinden sich große Lücken in seiner Krone und es trennt ihn noch einiges von seinen besten Tagen doch nun ist er auf einem guten Weg.
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